Das kalte Lächeln des Meeres. Commissario Montalbans siebter Fall
Andrea Camilleri, Christiane Von Bechtolsheim
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Erscheinungsjahr: 2005
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Genre: Überblick
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ISBN: 3404921933
| Verlag: Lübbe
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Verlagsnummer: 1
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Listpreis in €:
| Preis gezahlt in €:
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Anzahl Seiten: 283
| Format: Broschiert |
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| Meine Wertung: |
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Zusammenfassung: Commissario Montalbano, sizilianisches Leckermaul und Gesetzeshüter aus Passion, ist verzweifelt: Er fühlt sich in seiner Berufsehre getroffen, denn die allgegenwärtige Korruption der italienischen Polizei wirft auch einen Schatten auf ihn und seine Kollegen. Soll er kündigen? Sich der Verzweiflung hingeben, während er langsam alt und verbittert wird? Ein äußerst vertrackter Fall stellt nicht nur seine Fähigkeiten als Ermittler auf eine harte Probe, sondern trägt noch zu seiner Weltverachtung bei: Beim Schwimmen vor seinem Haus in Marinella findet Montalbano eine verweste Leiche, die nur unzureichend identifiziert werden kann. Parallel zu diesem Fall wird er mit der Tragödie zahlloser Flüchtlinge konfrontiert, die in überfüllten Booten an die Küsten Italiens geschwemmt werden. Nicht alle diese Menschen sind jedoch auf der Suche nach einem besseren Leben -- Prostitution und Kinderhandel gehören zum Alltag in diesem miesen Geschäft. Und als Montalbano bewusst wird, dass er unabsichtlich zum Tod eines jungen Afrikaners beigetragen hat, brennt bei ihm eine Sicherung durch und er geht zum Gegenangriff über ... Nach zehn Montalbano-Romanen könnte man eigentlich erwarten, dass Camilleri allmählich die Puste ausgeht. Aber ganz im Gegenteil -- "Das kalte Lächeln des Meeres" beginnt gewohnt ruhig, mit viel Charme und philosophischem Weltschmerz, legt unaufhaltsam an Tempo zu und endet in einem Showdown, der es in sich hat. Fast schon auf dem Niveau eines Georges Simenon, weiß Camilleri auf elegante Weise Unterhaltung und Gesellschaftskritik miteinander zu verbinden. Dabei liefert er kein harmonisch geschlossenes Weltbild, sondern bringt die Widersprüche unseres künstlich abgeschirmten Alltags messerscharf auf den Punkt. Commissario Montalbano ist eine Bereicherung für jede Krimibibliothek und damit für jeden, der anspruchsvolle Unterhaltung zu schätzen weiß. Mit jedem Romans aufs Neue! "--Hannes Riffel" |
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Der Klavierstimmer.
Pascal Mercier
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Erscheinungsjahr: 2000
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Genre: Überblick
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ISBN: 3442726549
| Verlag: btb Verlag
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Verlagsnummer:
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Listpreis in €:
| Preis gezahlt in €:
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Anzahl Seiten: 508
| Format: Broschiert |
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| Meine Wertung: |
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Zusammenfassung: "Im richtigen Leben heißt der Schweizer Autor Pascal Mercier eigentlich Peter Bieri und lehrt an der Berliner Universität Philosophie." So wie es nach seinem zweiten, jetzt erschienenen Roman, "Der Klavierstimmer" aussieht, hat er sein Thema, oder das Thema ihn, gefunden. Im Mittelpunkt seiner Romane steht die Sprache. Während er in seinem Erstling "Perlmanns Schweigen" einen Übersetzer mit den Tücken seines Berufsstandes ringen läßt, der nichts mehr zu sagen weiß, obwohl er die Sprache mehr liebt als alles andere, geht Mercier in seinem neuen Werk der Frage nach, inwieweit sich die Person und ihre Identität mittels des gesprochenen oder geschriebenen Wortes abgrenzen kann. Doch keine Angst, Mercier verpackt den philosophischen Hintergrund in eine psychologisch reizvolle, äußerst fesselnde Familientragödie. Die Zwillinge Patrice und Patricia werden überraschend aus Paris bzw. Chile nach Hause gerufen, da ihr Vater verhaftet worden ist. Ihm wird vorgeworfen, bei einer Opernaufführung auf offener Bühne den Tenor erschossen zu haben. Hat der besonnene, ruhige Mann, der ganz in seinem Beruf als Klavierstimmer aufging, und dem die Musik die Welt bedeutet, tatsächlich diese Tat begangen? Die Zwillinge wollen die ganze Wahrheit herausfinden und so beschließen sie, daß jeder seine Eindrücke in einem eigenen Tagebuch aufschreiben soll, das sie am Ende austauschen wollen. Für den Leser entwickelt sich in diesen Aufzeichnungen jeweils aus weiblicher und männlicher Sicht eine unglaubliche Spannung. Die verschiedenen Blickwinkel, die enge Beziehung der Zwillinge untereinander sowie zu ihren Eltern, geben Einblicke in ein grausames Familiendrama, das sich stückweise in seiner ganzen Dramatik enthüllt. Ein wenig erinnert die Komposition des "Klavierstimmers" an Javier Marias Bestseller "Mein Herz so weiß". Beide Bücher beginnen mit einem ungewöhnlichen Todesfall, die Neugierde des Lesers ist geweckt und ehe er sich versieht, ist er in ein dichtes Geflecht an Beziehungen hineingezogen worden. Allerdings liest sich Mercier weitaus einfacher und flüssiger als sein spanischer Kollege. Doch er ist ein ebenso gebildeter und kluger Autor. Kein Element steht in seinem Roman unüberlegt, alles ist intelligent durchdacht und miteinander verknüpft. Während der Klavierstimmer unverdrossen Abend für Abend an seiner neuen, wiederum erfolglosen Oper "Michael Kohlhaas" komponiert, wird er selbst zu dieser Kleist'schen Figur im eigenen Leben. Am Ende, wenn die Tagebücher ausgetauscht werden, bleibt wieder die Sprache übrig und die Frage: "[I]st die stille Beschäftigung mit Worten die wirkungsvollste Art, das Leben zu verändern -- wirkungsvoller als die lauteste Explosion?" "--Manuela Haselberger" |
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